
„Zirkuskind“ gewinnt den KIJUKO-Filmpreis 2025
Sieger des 12. Bremer Kinder- & Jugendfilmfests gekürt
Nach neun Tagen mit neun großartigen Kinder- und Jugendfilmpremieren und zahlreichen kleinen und großen Besucher*innen wurde es am Sonntag im Bremer Kommunalkino CITY 46 noch einmal richtig spannend. Bei der großen Abschlussgala ehrte die „Bremen Vier“-Kinderjury vor ausverkauftem Haus den Dokumentarfilm Zirkuskind von Julia Lemke und Anna Koch mit dem KIJUKO-Filmpreis 2025. In ihrer Begründung hoben die fünf hervor, dass es selten Dokumentationen für Kinder gibt und diese oft langweilig seien. Zirkuskind jedoch sei sehr spannend und einzigartig in seiner Machart. Besonders ins Herz geschlossen haben sie den Protagonisten Santino, dessen Leben für alle neu und aufregend, für ihn aber normal ist. Auch die Geschichten vom Zirkusdirektor Opa „Ehe“, vor allem die von der Unterdrückung während der Nazizeit, berührten sie sehr. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury zudem für Das geheime Stockwerk aus, der sie ebenfalls überzeugte.
Die Gunst des Publikums konnte sich Ab morgen bin ich mutig von Bernd Sahling sichern, dessen einfühlsame Geschichte über die erste Liebe nach Auszählung aller Stimmen mit dem Publikumspreis geehrt wurde. Wer die frischgebackenen Preisträger beim Festival verpasst hat, kann die beiden Filme bereits im November im regulären Kinderkino des CITY 46 sehen.
Für Glanz sorgten nicht zuletzt die prominenten Gäste, die das Festivalteam nach Bremen locken konnte. Beim diesjährigen Eröffnungs- und späterem Gewinnerfilm Zirkuskind gab die Berliner Produzentin Katharina Bergfeld spannende Einblicke in das dokumentarische Arbeiten. Regisseur Bernd Sahling ging im Publikumsgespräch insbesondere auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein, die am Produktionsprozess von Ab morgen bin ich mutig maßgeblichen Anteil hatten und von der Idee bis hin zum Soundtrack den Film mitgestalteten. Extra aus Wien angereist präsentierte Regisseurin Marie Luise Lehner ihr Langfilmdebüt Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst sowohl am Abend als auch am Vormittag für Schulklassen und sorgte mit ihrem Film für rege Diskussionen rund um Klassenunterschiede, soziale Scham und Selbstermächtigung. Am zweiten Festivalwochenende stellte sich dann Teamassistentin Franziska Gröne den neugierigen Fragen des Publikums zu den Dreharbeiten des preisgekrönten Kinderkrimis Das geheime Stockwerk. Ein weiteres Highlight war auch die deutsche Live-Einsprache des französischen Stop-Motion-Animation Die Schatzsuche im Blaumeisental, für die wieder die Bremer Kinderbuchautorin Anna Lott gewonnen werden konnte.
Neben den vielen Filmgesprächen wurde das Publikum auch dieses Jahr wieder dazu ermuntert, selbst aktiv zu werden. Im KIJUKO-Club gab es die Möglichkeit, eigene Plakate mit Linoldruck zu entwerfen, bei einer Schatzsuche die geheimen Ecken des Kinos kennenzulernen oder sich beim Mitmachzirkus Jokes im Jonglieren zu versuchen. Die Ergebnisse des Trickfilmworkshops von den Makemedia Studios wiederum waren bei der feierlichen Abschlussgala zu sehen, wo die jungen Regisseur*innen ihre kreativen Filme auf der großen Kinoleinwand präsentieren konnten. Die anschließende KIJUKO-Kurzfilmrolle sorgte noch einmal für beste Unterhaltung und einen krönenden Abschluss des 12. Bremer Kinder- & Jugendfilmfests.
Das KIJUKO-Festivalteam bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich bereits darauf, auch im nächsten Jahr wieder sehenswerte Kinder- und Jugendfilme nach Bremen zu holen und mit all den kleinen und großen Filmfans diese besonderen Kinomomente zu teilen.

















